Ein Jahr Floreninventar Köniz

Liste der nachgewiesenen Arten 2019

Das erste Jahr des Floreninventars war ein voller Erfolg. Spannende Exkursionen und informative Bestimmungsabende begleiteten die Teilnehmenden durch das Jahr. Die Pilotphase wurde mit einem Team von Freiwilligen durchgeführt, welche engagiert die Flora kartiert haben.

Mit über 5`200  Einträgen wurden mehr als 700 Arten nachgewiesen.

Ein grosser Dank an alle Kartierenden!

 

 

 

Die Verteilung der 740 Arten mit ihrem Gefährdungsstatus

Artenverteilung

Diese Grafik zeigt die Verteilung der nachgewiesenen Arten nach ihrem Gefährdungsstatus. Beim aktuellen Stand des Projektes lassen sich jedoch noch keine fundierten Rückschlüsse ziehen. Haben wir “nur” 6% gefährde Arten, weil viele von ihnen noch nicht entdeckt wurden oder sind viele seltene Arten bereits verschwunden? Zum Vergleich: Auf dem Stadtgebiet von Bern wurden bisher 1335 Wildpflanzen identifiziert, von denen 200 Arten (15%) als gefährdet gelten. Der bisher identifizierte Anteil von 2 % Neophyten an der Gesamtartenzahl in Köniz scheint nicht viel, doch wie ist die Verteilung und die Entwicklung der Bestände?

Diese spannenden Fragen werden wir mithilfe dem Engagement von Freiwilligen beantworten können.

Rote Listen der Schweiz gibt es aktuell von 27 verschiedenen Organismengruppen. Sie werden nach wissenschaftlichen Kriterien der IUCN  (International Union for Conservation of Nature) erstellt. Im Gefährdungsstatus zeigt sich die Aussterbewahrscheinlichkeit, welche massgeblich von der besiedelten Fläche, der Grösse und dem Isolationsgrad der Populationen sowie der Bestandsveränderungen bestimmt wird. Neophyten sind nach 1492 (Landung Christoph Kolumbus in Amerika) in die Schweiz eingeführte oder eingeschleppte Pflanzen, die sich in der freien Natur etablieren konnten. Ein Teil dieser Neophyten verursacht ökologische, wirtschaftliche und/oder gesundheitliche Schäden und wird deshalb auf der Schwarzen Liste oder der Watch-List aufgeführt. Gewisse Arten der Schwarzen Liste wie der Japanische Knöterich, die Kanadische Goldrute oder das Drüsige Springkraut stehen auch in der nationalen Freisetzungsverordnung: Abgesehen von der Bekämpfung ist mit diesen Arten jeder Umgang – und damit auch der Verkauf – verboten.

Info Flora hat detaillierte Informationen zur Ausbreitung, Erkennung und Bekämpfung der invasiven Neophyten.

Anzahl Arten

Diese Grafik zeigt die Anzahl bestätigter Arten pro Kilometerquadrat nach dem ersten Jahr Kartierung (Stand Ende 2019). Quadrate mit mehr als 300 Arten gelten als gut kartiert.   Bisher wurden zehn verschiedene Orchideenarten gefunden und 14 Arten sind gefährdet. Von den gefährdeten Arten wächst die Mehrheit in Feuchtgebieten.

Sie sind gesucht!

Gelb eingefärbt sind die Flächen, welche durch Einzelpersonen oder Teams bereits bearbeitet wurden. 2020 wird das Projekt weitergeführt und es stehen noch viele Quadrate zu Verfügung, welche kartiert werden können. Mit ihrem Beitrag kann eine solide Verbreitungskarte der Arten erstellt werden.

Hier geht es zur Anmeldung

Menü