Übersicht der nachgewiesenen Arten in Köniz

Liste der nachgewiesenen Arten

Innert zwei Jahren wurden bereits zahlreiche Quadrate kartiert, der Wissensstand über die Verteilung der Pflanzen wird immer besser. Durch die Arbeit der Freiwilligen wurden auch extrem seltene Pflanzen gefunden und der Wissensstand über die invasiven Neophyten wird zukünftig noch besser die Bekämpfung ermöglichen. Auf der Karte Pflanzenfunde sind die Fundmeldungen welche im Rahmen von FLOK getätigt wurden ersichtlich. Rote Liste Arten und Orchideen sind jedoch nur mit einem Login einsehbar.

Mit über 14`000  Einträgen wurden mehr als 900 Arten nachgewiesen.

Ein grosser Dank an alle Kartierenden!

 

Art Fundorte Herkunft
Einjähriges Berufkraut 149 Nordamerika
Schmetterlingsstrauch 66 China und Tibet
Kanadische Goldrute 65 Nordamerika
Drüsiges Springkraut 62 Himalaya
Kirschlorbeer 61 Kleinasien
Japanischer Staudenknöterich 45 China, Korea, Japan
Spätblühende Goldrute 33 Nordamerika
Robinie 31 Nordamerika
Herbst-Traubenkirsche 22 Nordamerika
Armenische Brombeere 21 Kaukasusregion
Südafrikanisches Greiskraut 16 Südafrika, Lesotho

Tabelle 1: Die 10 am häufigsten gemeldeten Arten invasiver Neophyten in Köniz

Invasive Neophyten

Neophyten sind nach 1492 (Landung Christoph Kolumbus in Amerika) in die Schweiz eingeführte oder eingeschleppte Pflanzen, die sich in der freien Natur etablieren konnten. Ein Teil dieser Neophyten verursacht ökologische, wirtschaftliche und/oder gesundheitliche Schäden und wird deshalb auf der Schwarzen Liste oder der Watch-List aufgeführt. Gewisse Arten der Schwarzen Liste wie der Japanische Knöterich, die Kanadische Goldrute oder das Drüsige Springkraut stehen auch in der nationalen Freisetzungsverordnung: Abgesehen von der Bekämpfung ist mit diesen Arten jeder Umgang – und damit auch der Verkauf – verboten.

Info Flora hat detaillierte Informationen zur Ausbreitung, Erkennung und Bekämpfung der invasiven Neophyten.

Gefährdete Arten

Rote Listen der Schweiz gibt es aktuell von 27 verschiedenen Organismengruppen. Sie werden nach wissenschaftlichen Kriterien der IUCN (International Union for Conservation of Nature) erstellt. Im Gefährdungsstatus zeigt sich die Aussterbewahrscheinlichkeit, welche massgeblich von der besiedelten Fläche, der Grösse und dem Isolationsgrad der Populationen sowie der Bestandsveränderungen bestimmt wird.

In Köniz wurden bisher 31 verschiedene Arten nachgewiesen, welche nach den Roten Listen der Gefässpflanzen als gefährdet gelten. Die Einstufung nach Aussterberisiko wird aufgrund von wissenschaftlichen Fachgutachten vorgenommen und sind die Grundlagen für Arten, Natur- und Umweltschutz. Die Schweiz ist eines von wenigen Ländern, in dem diese Beurteilung rechtswirksam ist.

Heide-Nelke
Venus-Frauenspiegel
Art Fundorte Gefährdungsstatus
Heide-Nelke 5 VU
Venus-Frauenspiegel 4 VU
Acker-Spark 3 VU
Nickender Milchstern 3 VU
Grosser Sumpf-Hahnenfuss 2 VU
Kleine Brennnessel 2 VU
Langästiges Zypergras 2 EN
Purpur-Knabenkraut 2 VU
Strauss-Gilbweiderich 2 VU
Zimt-Rose 2 VU
Acker-Hundskamille 1 VU
Acker-Rittersporn 1 VU
Acker-Trespe 1 VU
Drüsenlose Acker-Gänsedistel 1 EN
Einfacher Igelkolben 1 VU
Feld-Löwenmaul 1 VU
Flutendes Laichkraut 1 VU
Gemeine Kuhschelle 1 EN
Gewöhnliche Trauben-Trespe 1 EN
Kleiner Wiesen-Bocksbart 1 VU
Knöllchen-Steinbrech 1 VU
Kurzgranniger Fuchsschwanz 1 VU
Moschus-Erdbeere 1 VU
Ruten-Schöterich 1 VU
Schwanenblume 1 VU
Schweizer Alant 1 VU
Speierling 1 EN
Straussfarn 1 VU
Trauben-Gamander 1 VU
Zypergras-Segge 1 VU
Total 47

Tabelle 2: Alle gefährdeten Arten in Köniz

Orchideen

Die meisten Arten von Orchideen mögen sonnige und magere Standorte. Zudem brauchen sie zur Vermehrung einen bestimmten Bodenpilz, weil sie vor allem in der Jugendphase kaum eigene Nährstoffreserven besitzen. Der Erhalt hilft nicht nur den Orchideen, weil dort wo sie wachsen auch zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten vorkommen. Mit der richtigen Gartenbewirtschaftung (Verzicht auf Dünger und Pflanzenschutzmittel, einmalige, späte Mahd) können Orchideen sogar im eigenen Garten wachsen.

In Rahmen vom FLOK wurde eine im Kanton Bern extrem seltene Arte gefunden: Von der Purpur-Orchis sind weniger als zehn Standorte in Bern bekannt. 2020 wurden gleich zwei Standorte in der Gemeinde Köniz nachgewiesen.

Art Fundorte
Weisses Breitkölbchen 18
Rotes Waldvögelein 11
Gewöhnliche Breitblättrige Stendelwurz 7
Grosses Zweiblatt 7
Breitblättrige Stendelwurz 5
Nestwurz 4
Braunrote Stendelwurz 3
Grünliches Breitkölbchen 3
Fuchs’ Gefleckte Fingerwurz 2
Purpur-Knabenkraut 2
Männliches Knabenkraut 1
Total 63

Tabelle 3: Übersicht aller nachgewiesenen Arten von Orchideen in Köniz

Sie sind gesucht!

Gelb eingefärbt sind die Flächen, welche durch Einzelpersonen oder Teams bereits bearbeitet wurden. 2021 wird das Projekt weitergeführt und es stehen noch Quadrate zu Verfügung, welche kartiert werden können. Es ist auch möglich sich einer bereits bestehenden Gruppe / Einzelperson anzuschliessen. Mit Ihrem Beitrag kann eine solide Verbreitungskarte der Arten erstellt werden.

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